Takeshi Kitano

[short_tabs] [short_tab title=“Leben“]Takeshi Kitano (北野 武 ) aka Beat Takeshi ist ein echtes Multitalent und erfolgreich als Schriftsteller, Komödiant, TV-Star, Maler, Schauspieler und Regisseur tätig. Dieser Artikel befaßt sich ausschließlich mit dem Regisseur Takeshi Kitano!

 


Bild aus „Sonatine“

 

„Watching some of Takeshi Kitano’s films is like witnessing both a catastrophe and a miracle unfold.“
Lawrence Chua

 

„It is obvious that Takeshi is a genius. When watching his films, one never knows what is around the corner. What is believed to be a straight line suddenly becomes a curving bend – it’s as if he’s in a deep, Zen-like meditation. If you watch his films more than once, you’ll discover even more layers of meaning in them. They are like works of modern art, just made with film.“
John Woo

 

Biographie:

Kitano wurde am 18. Januar 1947 in Tokyo als jüngster Sohn von Kikujiro und Saki geboren. Er hat drei ältere Geschwister. Nach der Schule begann er ein Ingenieursstudium, das er aber abbrach. (Angeblich soll er wegen antiautoritärem Verhalten von der Schule geflogen sein). Eine Zeitlang schlug er sich mit diversen kleinen Jobs, vom Fahrstuhljungem bis zum Taxifahrer durch und lernte nebenbei vom Komödianten Fukami Senzaburo dessen Handwerk. 1974 gründete er mit Kaneko Kiyoshi das Manzai-Komödiantenteam „Two Beats“(Anmerkung: Manzai ist eine Form Japanischen Komödiantentums bei dem zwei Stand-up-Comedians sich mit großer Geschwindigkeit Sprüche an den Kopf werfen).
1975 bekamen die Zwei eine eigene TV-Sendung „Raibaru Daibakusho!“ Kitano wurde sehr schnell ein bekanntes und beliebtes Gesicht im japanischen Fernsehen und hat dort auch bis heute noch Programme. In Deutschland wurde von diesen Sendungen „Takeshi’s Castle“ ausgestrahlt.
Der Fernseherfolg brachte ihm schon bald zum Film und seine erste Rolle als Schauspieler in einem Spielfilm bekam er 1981 in dem Film „Migratory Bird on a Dump Car“.
1986 geriet seine Karriere in eine kurze Krise, nachdem eine Zeitung Fotos von Kitano und einer Collegestudentin abdruckte und Kitano dieses Problem dadurch zu lösen versuchte, daß er mit einigen Anhängern in das Zeitungsgebäude eindrang. Kitano wurde festgenommen. Er erreichte eine Einigung, indem er sich darauf einließ, sich 6 Monate lang nicht im Fernsehen zu zeigen.
1989 sollte er in dem Film „Violent Cop“ die Hauptrolle spielen, aber als der eigentliche Regisseur ausfiel, übernahm er auch noch dessen Aufgabe. So wurde „Violent Cop“ Kitanos Regiedebut.
Weitere Filme, bei denen er meistens auch das Drehbuch schrieb und manchmal den Schnitt und auch Rollen darin übernahm, folgten.
Kitanos frühere Filme waren in Japan weder kommerziell noch bei den Kritikern erfolgreich. Man wollte den TV-Star als Regisseur nicht ernst nehmen. Dafür wurde ab dem Film Sonatine das Ausland auf ihn aufmerksam.
Im August 1994, nach Abschluß der Dreharbeiten an „Getting Any?“ erlitt Kitano einen schweren Motorradunfall, der ihn schwer verletzte und seine rechte Gesichtshälfte lähmte. Kitano gibt heutzutage zu, daß dieser Unfall ein spontaner Selbstmordversuch gewesen sein könnte. Während der Reha-Phase begann er, die Malerei zu erlernen. Trotz aller Vermutungen, daß Kitano sich aufgrund des Unfalls aus dem öffentlichen Leben zurückziehen würde, nahm er 6 Monate später seine Arbeit in Film und Fernsehen wieder auf.
Der endgültige internationale Durchbruch gelang Kitano 1997 mit Hana-Bi, der ihm einen goldenen Löwen der Venediger Filmfestspiele einbrachte.

Kitano ist mit einer Manzaikomödiantin verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Letztere hatte einen schauspielerischen Auftritt in seinem Film „Dolls“.[/short_tab]

[short_tab title=“Filme“]
Charakterisierung: Für Kitanos Filme gibt es grob eingeteilt zwei Kategorien: Die Filme vor seinem Unfall und die Filme nach seinem Unfall. Erstere zeichnen sich durch Brutalität und starken Nihilismus aus. Letztere sind wesentlich sanfter. Allen gemeinsam sind die für Kitano langen, ruhigen Standaufnahmen, der Humor, die Wärme mit der er seine Figuren schildert, die plötzlichen Erzählsprünge und surrealistische anmutende Elemente.

 

Hier ein Überblick über seine Regiewerke:

Violent Cop (1989)
Sebstzerstörerische Geschichte über einen brutalen Cop, der in die Drogengeschäfte seines Kollegen verwickelt wird.

Boiling Point (1990)
Die Geschichte eines verhinderten Baseballspielers, der eine Pistole kaufen möchte und auf einen Yakuza trifft.

A Scene at the Sea (1991)
Eine wortlose Liebesgeschichte in deren Mitte ein tauber Müllverkäufer steht.

Sonatine (1993)
Sonatine handelt überwiegend von einer Gruppe Yakuza, die eine Wartezeit damit überbrücken wollen, am Strand Urlaub zu machen, obwohl mehr und mehr klar wird, daß sie in eine Falle geraten sind.
Sonatine und Kikujiro sind bis jetzt mein Kitano-Lieblingsfilm.

Getting Any? (1995)
Ein kleiner Ausflug zu den komödiantischen Anfängen. Der Film handelt von einem Mann im mittleren Alter und seinen Versuchen, endlich Sex zu haben.

The Kids Return (1996)
Ein Rückblick in die Jugend eines Yakuzas und eines Boxers, in denen diese ihrem Leben noch einen Sinn geben wollten.

Hana-bi (1997)
Die Geschichte um einen Cop, der mit der ihm tägliche begegnenden Grausamkeit nicht mehr zurecht kommt. Der Film zeigt viele von Kitano gemalte Bilder.
Kitano wurde für Hana-bi mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet. Es ist wajrscheinlich bis heute sein erfolgreichter Film bei den Kritikern.

Kikujiro (1999)
Ein Raodmovie über einen Jungen, der sich auf die Suche nach seiner Mutter macht und dabei von einem Kleinganoven begleitet wird.
Mit Sonatine mein Lieblingsfilm von Kitano.

Brother (2000)
In diesem Film gibt sich Kitano international. Brother handelt von japanischen Yakuzas in Los Angeles, die der italienischen Mafia in die Quere kommen.

Dolls (2002)
Der visuelle eindrucksvolle Film besteht aus drei Liebesgeschichten, von denen die Erste die beiden Anderen verbindet. Bei jeder Geschichte steht ein anderes Gefühl im Vordergrund.

Zatoichi (2003)
Kitanos sogenannter Art-House-Samuraifilm (komplett mit Stepptanzeinlage) ist eine Homage an das Genre. Die Gestalt des blinden Masseurs Zatoichi ist aus der gleichnamigen japanischen Serie bekannt. In Kitanos Film wird diese Figur in den Rachezug zweier junger „Frauen“ verwickelt.
Der Film gewann in Venedig den silbernen Löwen.
Es ist einer von Kitanos kommerziell erfolgreichsten Filme.

Takeshis‘ (2005)
Takeshis ist eine surreale Spielerei mit den zwei Egos des Regisseurs. Die Celebrity Kitano trifft auf Doppelgänger Takeshi, der davon träumt eine Celebrity zu werden.

Kantoku Banzai (2007)
Dieser Film habe ich nicht gesehen. Es soll sich dabei um eine Komödie handeln, in deren Mittelpunkt ein erfolgloser Regisseur stehen wird.

Achilles and the Tortoise (2008)
Auch diesen Film habe ich noch nicht gesehen. Er soll von einem Mann handeln, der begeistert malt, aber erst nach Jahren feststellt, daß er eigentlich gar kein Talent hat.

Outrage (2010)
Nach langer Zeit erstmals wieder ein Yakuza Film von Kitano.

Beyond Outrage (2012)
Sequel zu Outrage.

Ryuzo and The Seven Henchman (2015)
Actionkomödie um eine Gruppe Yakuzarentner.[/short_tab][/short_tabs]

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