JeruZalem

    • Kinostart:

Regisseur: Doron Paz, Yoav Paz
Drehbuch: Doron Paz, Yoav Paz
Darsteller: Yael Grobglas, Yon Tumarkin, Danielle Jadelyn
Land: Israel
Jahr: 2015
Genre: Horror
Laufzeit: ca. 94 Minuten

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Darum geht’s:
Die drei Freunde Sarah, Rachel und Kevin wollen Ferien in
Tel Aviv machen. Dort angekommen beschließen sie, einen Abstecher nach Jerusalem zu machen. Nicht zuletzt, weil sich um diesen Ort ein mysteriöses Internetvideo dreht, in dem eine Frau mit Dämonenflügeln vorkommt. Doch diesen Trip bereuen sie schnell. Denn die Stadt wird abgeschottet und droht bombardiert zu werden, um den Wesen aus der Hölle Einheit zu gebieten.

Meinung:
Hätte ich geahnt, das es sich quasi um einen Found Footage Film handelt, hätte ich einen weiten Bogen darum gemacht. Denn ich bin keine Freundin von verwackelten Bildern. Dann auch noch Kirche und No Name Schauspieler. Zweites konnte ich mir anhand des Titels ja schon denken. Aber fangen wir mal an:

Die Protagonistin Sarah hat eine hochmoderne Brille (Google lässt grüßen) auf, die alles aufzeichnen kann, sie navigiert, permanent Leute im Terminator-Style auf ihre Identität überprüft und sie auf Facebook stalkt, Fotos macht, Youtube Videos abspielt, WhatsApp Nachrichten empfängt und Zombiespiele in Real Person (gibt’s das?) zocken lässt. Also eigentlich ein tolles Teil, wenn die nette Dame dieses Gerät nicht die ganze Zeit auf gehabt hätte. Hier hat man sich also die Handkamera gespart und auf eine Brille zurückgegriffen. Die Bilder sind in den wirklich wichtigen Szenen, in denen die Gefallenen Engel (so nenne ich sie mal) auftauchen, dementsprechend verwackelt.

Zur Handlung kann ich so viel sagen, dass die erste Hälfte stereotypisch teenielike herumgealbert und gefeiert wird. Dann passiert irgendetwas und der Kampf um’s Überleben beginnt. Anfangs wurde ich sehr stark an Hostel erinnert. Gegen Ende paart sich dann ein bisschen Katakomben hinzu. Leider ist das Drehbuch sehr vorhersehbar. Ich wusste schon, was im Showdown passieren wird und warum einige Leute reingeschrieben worden sind. Allerdings hat mich der Riese überrascht, auch wenn dieser im Nachhinein total fehl platziert war und so gar nicht passte bzw. einfach zu wenig gezeigt wurde. Und gerade davon macht die gute Sarah kein Foto,- wo sie doch andauernd schlechte Fotos von Hinterköpfen und Seitengassen geschossen hat.

Ich bin zweigeteilt. Es waren ein paar Elemente dabei, die überraschend waren und mich gruseln konnten (wie in Area 51). Die Charaktere, insbesondere das Szenario in der Irrenanstalt, waren mir irgendwann zu oberflächlich oder einfach nur dämlich. Das Ende hingegen konnte wieder punkten.

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Fazit:
Nicht der Horrorkracher schlechthin, aber mal was anderes. Ich denke, knapp unterm Mittelmaß ist der Streifen gut aufgehoben.

 

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