Super – Shut up Crime

    • Kinostart:

Originaltitel: Super
Regisseur: James Gunn
Drehbuch: James Gunn
Darsteller: Rainn Wilson, Ellen Page, Liv Taylor, Kevin Bacon
Land: USA
Jahr: 2010
Genre: Komödie, Drama, Fantasy
Laufzeit: ca. 96 Minuten

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Darum geht’s:
Franks Leben ist trostlos. Er hat gerade einmal zwei Ereignisse, auf die er stolz sein kann. 1) Die Heirat mit einer wunderschönen Frau und 2) das er mal einem Polizisten den entscheidenden Tipp geben konnte, um einen Verbrecher dingfest zu machen. Als seine geliebte Sarah jedoch einem Drogendealer zum Opfer fällt und zu seiner willigen Sklavin wird beschließt Frank, sein Leben von Grund auf zu ändern. Er nimmt sich einen Comichelden als Vorbild. Er recherchiert in einem Nerdladen nach passenden Helden, wo er die flippige Libby kennenlernt. Zusammen mit ihr geht er fortan auf Verbrecherjagd, bis es Zeit ist, seine Frau aus den Klauen von Jock zu befreien.

Meinung:
Gerne würde ich schreiben, dass Super,… super ist, aber da würde ich mit falschen Tatsachen ankommen. Natürlich bereichert sich der Film einer Art Humor, die gemocht werden muss.
Alle Darsteller sind schlichtweg grandios. Da wären die beiden aus
Juno: Protagonist Rainn Wilson (der ihr damals zwar nur den Schwangerschaftstest verkaufte) und Ellen „coole Sau“ Page. Die Rolle ist einmal mehr so typisch Ellen, dass ich mir jemand anderen an dieser Stelle gar nicht vorstellen könnte. Gut, hier kam zum ersten Mal ein Funke von fremdschämen auf, als Blitzi ihre sexuelle Begierde aufs eindringlichste ausleben musste und den purpurnen Blitz quasi vergewaltigte, aber sonst,….

Kevin Bacon ist als riesen Arschloch perfekt besetzt und zu Liv Tyler (Herr der Ringe) habe ich gerade keine Meinung.

Als weiterer, sozusagen Fantasyheld gibt sich Nathan Fillion die Ehre, den man schon an Hand seines großen Zinkens erkennt, obwohl er die Maske niemals lüftet. Er ist der Grund für Frank, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen und Rache an den Bösen mittels einer Rohrzange zu verüben und sei es nur, weil sie sich an der Kinokasse vorgedrängelt haben. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder gleich niedergeschlagen würde,…. ich sag’s euch: Kinos würde aussterben und jeder würde sich fein seine Filmchen aus dem Internet ziehen. Dafür gibt’s übrigens zwei Zangenhiebe!

„Super“ weiß zu unterhalten und ist zumalen doch brutaler, als man es zu Anfang vermuten mag. Stellenweise ist er sogar richtig eklig. Nicht Planet Terror-eklig, aber doch hart an der Grenze. Zu Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich mit dieser Gehirngeschichte nun lachen soll, oder nicht. Ich tat es nicht.

Rückblickend bleibt irgendwie nur die übermütige Blitzi im Gedächtnis, die selbst Frank vor zu viel Tatdrang stoppen musste. Für den Hauptdarsteller kommt hingegen nicht viel Mitgefühl auf. Eigentlich stempelt man ihn recht schnell als Vollpfosten ab und das war’s dann. Too bad. Und was den Trupp um Jock angeht, hat man sich hier jeden nur existierenden Klischees bereichert. Ja ich mag fast behaupten, dass Sean Gunn diese Rolle nur seinem Bruder zu verdanken hat, der zufällig Regisseur des Filmes ist.

Ich würde zwar gerne sagen, dass der Film weiter zu empfehlen ist, aber das kann ich an dieser Stelle nicht wirklich unterstreichen. Ich denke das muss man für sich selber entscheiden. Doch wer auf Filme wie Dogma steht, der wird auch Super mögen.

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Fazit:
Mal eine etwas andere Comichelden Verfilmung.

 

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