Der menschliche Tausendfüßler 2

Originaltitel: The Human Centipede 2 – Full Sequence
Regisseur: Tom Six
Drehbuch: Tom Six
Darsteller: Laurence R. Harvey, Ashlynn Yennie, Lucas Hansen
Land: Niederlande, Großbritannien, USA
Jahr: 2011
Genre: Ekel-Horror
Laufzeit: ca. 88 Minuten

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Darum geht’s:
Der zurückgebliebene Außenseiter Martin Lomax lebt mit seiner alternden Mutter in einer kleinen Wohnung. Geplagt von sexuellen Misshandlungen, die sein Stiefvater an ihm vollübt hat und seiner Mutter, die ihm die Schuld daran gibt, dass dieser dafür ins Gefängnis gehen musste, steigert sich Martin in eine Art Obsession, hervorgerufen durch den Film Der menschliche Tausendfüßler. Durch die Schilderungen in diesem Horrorfilm kommt ihm die Idee, selbst so ein Experiment zu wagen. Jedoch nicht nur mit 3, sondern 12 Probanden.

Meinung:
Okay, ich gebe es zu, ich habe ihn doch gesehen. Regisseur und Drehbuchautor Tom Six hat in sofern Recht, dass der Film krank ist. Ist es der kränkste auf der Erde?,.. nein. Ganz sicher nicht. Schlimmer geht’s immer! Aber wenn es ein Trost für ihn ist: Sein Film ist nah dran.

Diesmal geht die Hauptrolle an den zurückgebliebenen Martin, der wirklich herrlich abartig von Laurence R. Harvey dargestellt ist. Als kleiner Gnom verkörpert er das Böse und Perverse in Person. Ich hab Interessehalber mal den Hauptdarsteller durch die Suchmaschine gejagt und dabei herausgefunden, dass er damals in Kindersendungen im britischen TV auftauchte. Hier ist also der Beweis, was die Filmbranche aus den ganzen „Kevin allein zu Hause“ Darstellern macht! Ich meine, McCulkin ist ja auch mehr ab als aufgestiegen,…

Im Film wird dann auch klar, warum Ashlynn Yennie wieder mit dabei ist, wo sie doch im Vorgänger das Zeitliche gesegnet hatte. Sie spielt sich selber. Um ihre Rolle zu rechtfertigen hat sie übrigens erwähnt, dass sich alle Darsteller vor jeder Szene geduscht hatten, denn wenn man schon so nah am Anus vom Vorgänger klebt,…. ach, echt??? So ein Bullshit!

Viel Text gibt es nicht, was ein Vorteil zu den dämlichen Dialogen des Vorgängers ist. Die Erzählweise geht hier nicht zimperlich vor und so schreckt der Film nicht vor eingeschlagenen Köpfen, Sex und sogar einer Fehlgeburt zurück. Eine Handlung gibt es nicht wirklich bzw. ist diese schnell erklärt. Martin ist ein fanatischer Liebhaber des fiktiven Werkes von Dr. Heiter aus seinem Lieblingsfilm und sammelt bei seinem Nachtjob im Parkhaus kurzerhand seine Opfer zusammen, bis er 12 Stück hat. Letztendlich kann er doch nur 10 aneinanderreihen, wobei hier natürlich wie im Vorgänger eine Binde das wesentliche verbirgt.

Die Darstellung der Gewalt steht hierbei im Vordergrund. Man will schocken. Mehr steckt nicht dahinter. Allerdings fehlt es an vielen Stellen einfach an Glaubwürdigkeit. Nehmen wir zur Veranschaulichung die Szene, in denen Martin den Opfern Reihum eins auf die Nuss haut um sie K.O. zu schlagen. 12 Opfer und 11 waren sofort bewusstlos (was für eine Präzision, hey) Bei Miss Yennie musste er dreimal zulangen, um ihr Mundwerk auch noch zum schweigen zu bringen,…

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Fazit:
Krank hoch 12.

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Info:
The Human Centipede 2: Full Sequence wurde übrigens im Vorfeld schon in Großbritannien verboten, was Hauptdarsteller Harvey ganz recht war, denn so würde seine Mutter seine Darbietung niemals sehen müssen. Nun denn, dem habe ich nichts hinzuzufügen. Der Film erfüllt genau das, was er wollte. Eklig und grotesk. Gut gemacht Tom Six, – Ziel erreicht.

Der dritte Teil ist noch in Planung, da der Autor so viele Ideen hatte, dass es nur auf eine Trilogie hinauslaufen konnte. „Final Sequence“ soll an das Ende vom zweiten Teil anschließen, der ja schon an den ersten Teil hängt und somit soll ein ein grafischer Tausendfüßler entstehen.

 

 

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