Burlesque

    • Kinostart:

Regisseur: Steve Antin
Drehbuch: Steve Antin
Darsteller: Christina Aguilera, Cher, Eric Dane, Cam Gigandet
Land: USA
Jahr: 2010
Genre: Musik, Drama, Romanze
Laufzeit: ca. 119 Minuten

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Darum geht’s:
Die junge Alice hat es satt. Sie kündigt ihren Job als Bedienung und begibt sich allein nach Los Angeles um dort ihre Brötchen als Sängerin oder Tänzerin zu versuchen. Wenig später betritt sie ziemlich abgebrannt den Club Burlesque. Dort lernt sie den jungen Barkeeper Jack kennen und bekommt von ihm den entscheidenden Tipp, sich bei der Besitzerin Tess nach Arbeit zu erkundigen. Diese wimmelt den unwillkommenen Gast kurzerhand ab. Doch Alis Hartnäckigkeit zahlt sich letztendlich aus und sie bekommt ihre große Chance….

Meinung:
Coyote Ugly meets Burlesque. Der Vergleich ist in sofern nahe liegend, da beide Hauptdarsteller ihr kleines Kaff und ihre Lückenlose Vergangenheit als Tellertaxi hinter sich lassen und ein One Way Ticket in die große Stadt zu kaufen, um ihr Glück zu finden. In CU war es New York, hier ist es LA.

Christina Aguileras schauspielerischen Fähigkeiten sind durchaus überzeugend. Ich hab ihr jede Emotion abgenommen und konnte mich auch teilweise für ihren Charakter begeistern. Teilweise deswegen, weil sie mir manchmal doch zu naiv (wenn auch sehr belustigend dargestellt) war und der Ruhm ihr dann klischeehaft zu Kopf stieg.
Jedoch: Wenn jeder in seinem Leben so zielstrebig und voller Selbstbewusstsein wie Ali wäre, dann gebe es viel weniger Unglück auf dieser Welt. Alice for President!

Die Geschichte bietet nichts weltbewegendes. Da ist der reiche Futzi, der ein Auge auf die Protagonistin geworfen hat und doch nur seinen eigenen Profit im Hinterkopf hat. Der schöne Jüngling, den sie gleich zu Beginn kennenlernt und die Neider, die sie zuerst als Landei behandeln und zu guter Letzt doch tiefste Bewunderung für sie hegen. Alles schon einmal gesehen, aber wenn die Umsetzung stimmt, dann soll es eben so sein.

Zwar hat man her zu Anfang versucht die sexuelle Spannung zwischen der Mann/Frau Freundschaft zu entschärfen, in dem man ihm eine Verlobte gibt, aber all das war zwecklos. Eben weil man diese Art Film schon kennt und irgendwann muss das Drama ja anfangen. Und da Mr. Greys Anatomy Eric Dane als reicher Playboy dies nicht allein heraufbeschwören kann, lässt man die zukünftige Ehefrau eben kurzerhand aus New York zurück nach Los Angeles fliegen. Schon ist die Ménage à trois perfekt und die Kleenex Schachtel findet reichlich Gebrauch.

Cher spielt ihre gewohnte Diven Rolle. Auch wenn man sich permanent fragt, ob es sich um diese Frau nicht doch um eine Transe handelt.
Kristen Bell (Scream 4) hat sich für Burlesque einen wahnsinnig knackigen Körper antrainiert. Die heiße, unwiderstehliche Femme Fatale habe ich ihr dennoch nicht abgenommen. Das liegt womöglich daran, dass bei ihr so eine Art Schubladendenken Anwendung gefunden hat und ich sie eher als die Unschuld vom Lande ansehe.

Der große Showdown findet natürlich ala Coyote Ugly / Make it Happen / Save the last Dance blah blah blah auf der Bühne statt und das zu einem Song, der von dem schönen Beachboy extra für seine Liebste geschrieben wurde,…. mhhjahh,…

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Fazit:
Netter Musikfilm mit netten Showeinlagen und der Erkenntnis, dass es in der Stadt der Engel selbige nicht gibt.

 

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