My sassy Girl (US)

    • Kinostart:

Regisseur: Yann Samuell
Drehbuchvorlage: Jae-young Kwak
Drehbuch: Victor Levin
Darsteller: Jesse Bradford, Elisha Cuthbert, Austin Basis, Chris Sarandon
Jahr: 2008
Genre: RomCom und etwas Drama
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Land: USA

„Sometimes you start relationships,- and sometimes they start you.“

Darum geht’s:
Charlie Bellow macht sich auf den Weg von dem Provinznest French Lick auf zum Big Apple um dort Karriere zu machen und seine Eltern mit Stolz zu erfüllen. Als sein Cousin unverhofft stirbt, ist Charlie niedergeschlagen und sein bester Kumpel, der ihm einredet, endlich wieder eine Frau zu daten steht ihm bei. Nachdem er anscheinend die perfekte Traumfrau erspäht hat, muss er feststellen, dass diese gar nicht so lieb und nett ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Im Gegenteil, als er sie in der U-Bahn von einem riskanten Manöver abgehalten hat, beginnt eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle, in der er oft als Prügelknabe herhalten, oder Jordan (so der Name der Auserwählten) nach ihrer Alkoholinfusion sicher nach Hause bringen muss.

Meinung:
Ganz am Anfang hieß es ja, dass Rachael Leigh Cook die Hauptdarstellerin in der Neuauflage werden soll. Jahre später ist es nun Elisha Cuthbert (Captivity) geworden und das ist auch okay so. Das sie sassy sein kann, hat sie ja schon in The Girl Next Door bewiesen.

Im Laufe der Jahre hat sich meine Einstellung zum Thema Remakes sehr verändert. Ich mag mich kaum mehr darüber aufregen, dass die asiatischen Filme gerne genommen werden, um sie noch einmal aufzuwärmen.
Einige Filmemacher schaffen es, dem Original gerecht zu werden, wenige können es verbessern. Dennoch sollte man vor der harschen Kritik an dem Remake, dieses zumindest gesehen haben, um darüber schlecht zu urteilen.
Es ist mindestens 3, vielleicht sogar 4 Jahre her, als ich das koreanische My Sassy Girl gesehen habe. Dementsprechend viel habe ich in der Zeit vergessen und ich bin froh darüber, denn so konnte ich ohne Vorurteile an den Film herantreten. Ohne Vergleiche, Missbilligung oder gar Enttäuschung. Und es hat funktioniert. My sassy Girl hat es geschafft, den Zauber des Originals einzufangen und erneut einem breiteren Publikum vorzustellen.

Der Anfang ist sehr stylish und komisch. Charlie gibt uns Einblick in seine erste große Liebe, mit allen Höhen und Tiefen. Elisha Cuthbert (The Quiet) spielt ihren Part als anfänglich durchgeknalltes, dominantes Miststück perfekt. Beide können Sympathie erwecken und auch wenn Charlie einem manchmal leid tun kann, so ist es doch amüsant zu sehen, was er alles über sich ergehen lässt.
Das hier und da etwas weggelassen wurde, tut der Geschichte keinen Schaden, im Gegenteil. Auch die verschiedenen Locations sind kein sonderlicher Schwachpunkt. Die allseits beliebte U-Bahn als Treffpunkt ist allgegenwärtig und wo im Original ein Abgrund die beiden trennte, so ist es hier der Central Park.

Die Geschichte mit dem Vergnügungspark hat mir weder im Original, noch hier sonderlich gefallen. Ich kann mich einfach nicht an die vielen Menschen mit den Waffen gewöhnen, da sie mir sehr unpassend erscheinen. Natürlich liegt der Schwerpunkt in den Dialogen, die dort stattfinden und somit dem augenscheinlichen Selbstmörder wieder neues Leben einzuhauchen versuchen:
„We have to stay alive, because we have to see how the story ends.“
Trotzdem hätte es ein anderes Szenario vielleicht auch getan.

Das Drama gegen Ende ist gefühlvoll eingefangen und besticht erneut durch die visuelle Darstellung.
Als eigenständiger Film, ob nun Remake oder nicht, funktioniert My sassy Girl in der amerikanischen Version sehr gut, was nicht zuletzt an dem Charme seiner beiden Hauptdarsteller liegt.
Unterlegt ist der Film mit wunderschöner Musik, die ihm noch einen gewissen Zauber verleiht.
Wenn es jemals ein gelungenes Remake eines asiatischen Filmes gegebenen hat, dann ist es dieses.

„You still have to build a bridge to the one you love.“

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