Cyborg Girl

    • Kinostart:

Originaltitel: Boku no kanojo wa saibôgu
Regisseur: Jae-young Kwak
Drehbuch: Jae-young Kwak
Darsteller: Haruka Ayase, Keisuke Koide, Yoshikazu Ebisu, Kenta Kiritani
Land: Japan
Jahr: 2008
Genre: RomCom, Sci-Fi
Laufzeit: ca. 120 Minuten

Darum geht’s:
Eigentlich wollte Jiro nur gemütlich seinen Geburtstag verbringen. Allein, wie jedes Jahr. Doch überraschenderweise setzt sich eine junge Dame zu ihm, die zufälligerweise auch dieses Ereignis feiert. Die beiden verleben ein paar amüsante Stunden, bevor sie spurlos verschwindet. Genau ein Jahr später trifft er sie wieder, doch sie scheint sich komplett verändert zu haben. Als eine Schießerei im Restaurant stattfindet, rettet sie ihm das Leben und offenbart ihm danach, dass sie ein Cyborg aus der Zukunft ist,….

Meinung:
Ich habe mir den Film hauptsächlich wegen dem Drehbuchautor Kwak Jae-yong angeschaut. Das Kennenlernen verlief diesmal, anders als in My Sassy Girl oder Windstruck, überhaupt nicht brutal. Außerdem bin ich überrascht, dass Jun Ji-hyun nicht die Hauptrolle gespielt hat, da sie ja bereits in drei Filmen von Jae-young Kwak mitgewirkt hat.

Der erste Eindruck vom Cybergirl war:
Total durchgeknallt, verrückt, aber liebenswert. Dann jedoch zeigte sie ihre kleptomanische Ader und warum sie Steine durch die Scheiben seines Hauses geworfen hat ist mir noch immer unklar. Alles in allem schaffte sie es binnen ein paar Sekunden jede Menge Antipathie aufzubauen. Zuerst wollte ich ja schreiben, dass sie anscheinend die nette Variante vom sassy Girl ist, aber sie ist viel schlimmer. Sie stiehlt wie ein Rabe, isst wie ein Spatz (mehr als sie wiegt) und das nicht gerade kultiviert und lässt ihn danach buchstäblich stehen.

Ich kam ganz einfach nicht drumherum, Vergleiche mit Kwak Jae-yong’s anderen Charakteren zu ziehen, weswegen die Handlung wie ein Duplikat wirkte und die Akteure sehr eindimensional.
Ich denke der Charakter vom Cyber Girl beruht zudem etwas auf der Actionfigur Rei Ayanami aus der Animeserie „Neon Genesis Evagelion“. Lustigerweise tauchte diese auch als Geburtstagsgeschenk auf.

Ganz vorbei war es, als ich Naoto Takenaka gesehen habe,- der Typ hat eindeutig einen Bruce Lee Komplex. Er hat mich mit dieser Darbietung schon in The Longest Night in Shanghai genervt und war hier demnach nicht besser. Er ist einfach nicht lustig. Ich muss schon die Augen verdrehen, wenn ich ihn sehe. Zum Glück hatte er nur eine unbedeutende Nebenrolle.

Die Hintergrundmusik ruft ab dem ersten Ton sofort das „Reunion Theme“ aus Windstruck ins Gedächtnis. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich aufgrund meines Youtube Videos ein sehr gutes Ohr dafür habe. Außerdem klang der ein oder andere Song recht kitschig (ich bin zudem kein Fan von Kinderchören).

Die Reise in die Vergangenheit von Jiro mittels Bus fand ich nicht gerade berauschend. Außerdem verstehe ich nicht, wie das überhaupt funktionierte. Der Einblick in seine Zukunft mittels des Cyborg Girls hat mir hingegen wieder sehr gut gefallen.

Nachdem für mich augenscheinlich der lustige Teil vorbei war, ging es also Richtung Drama, welches mich allerdings kaum berühren konnte. Und das, obwohl ich bei Wall.E und „Nr. 5 lebt“ Wasserfälle geheult habe. Und ja, ich weiß das dieser Film hier in Japan gedreht wurde,- aber das Prinzip bleibt das gleiche.

„I can feel your heart.“

Als plötzlich alles anfing zu wackeln, wusste ich gar nicht, worum es überhaupt geht. Erdbeben? Godzilla? Die Aliens aus NGE? Das wurde auch erst gegen Ende erklärt. Wobei sich der Terminator von der Konstruktion hier eine Menge abschauen kann. – Tonnenschwere Gebäude sind auf das Cyborg Girl gefallen, aber sie war danach trotzdem schön wie eh und je.

Irgendwann, nach den zahlreichen Zeitsprüngen, kommt dann dieser AHA-Effekt. Da alles zu Beginn etwas chaotisch war, wurde die komplette erste Abschiedsszene noch einmal gezeigt,- diesmal aus einem anderen Blickwinkel. Ich gebe ja zu, dass der Film eine nette Hintergrundstory hat, die zudem gut umgesetzt ist, allerdings wird der Zuschauer ein bisschen als begriffsstutzig hingestellt, was dieses über-erklären dieser Szene betrifft.

Ansonsten ist Cyborg Girl eine ganz nette romatntische Komödie.

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