Fierce People

    • Kinostart:

Regisseur: Griffin Dunne
Drehbuchautor: Dirk Wittenborn
Darsteller: Anton Yelchin, Diane Lane, Kristen Stewart, Elizabeth Perkins
Jahr: 2005
Genre: Drama
Land: USA/ Kanada
Laufzeit: ca. 107 Minuten

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Darum geht’s:
Der junge Finn muss mit seiner Mutter über den Sommer auf eine Art Entziehungskur. Ein alter Freund hat sie auf sein Anwesen eingeladen und bietet ihnen eine neue Chance. Das passt Finn zwar erst gar nichts, aber für seine verplante, drogenabhängige Mutter ist er bereit, dieses Opfer zu bringen. – Davon abgesehen, dass es keine große Wahl hat.
Ziemlich schnell genießt er das Ansehen der „Reichen“ und verliebt sich in die Enkeltochter seines Gastgebers. Alles scheint wunderbar zu laufen, bis er einem Attentat zum Opfer fällt, dass alles verändert…

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Meinung:
Okay, so manch einer wird wissen, warum ich mir die Fierce People angesehen habe. Und ich bin auch dieses mal nicht enttäuscht wurden, obgleich ich sagen muss, dass die Geschichte doch ein paar Ecken und Kanten hat. An manchen Stellen ist das Drehbuch etwas merkwürdig und es scheint, als wenn einige Sachen einfach zu schnell ablaufen. Auf Anhieb fällt mir da die Beziehung zwischen Finn und Maya ein, die praktisch in wenigen Sekunden beschlossenen Sache war. Er tappt in eine Mini-Bärenfalle, sie fährt ihn ins Krankenhaus, schon sind sie ein Paar.
Auch der schnelle Aufstieg in den gehobenen Kreisen und das Ansehen, welches Finn dort binnen kürzester Zeit erlangt hat war einfach zu rasant.
Da ich keinen Vergleich zur Buchvorlage habe, kann ich nicht genau schlussfolgern, ob die Storyline detailgetreu verläuft, da aber der Autor des Buches auch gleichzeitig das Drehbuch schrieb gehe ich einmal stark davon aus, dass er wusste was er da tut. In dem Fall: gings mir einfach zu schnell.

Fierce People schaltet ständig zwischen dem Stamm der Südamerikanischen Ureinwohner: Ishcanani und der heutigen Gruppenbildung umher um zu erklären, dass es nicht wirklich einen Unterschied gibt. Es ist vielleicht originell, aber mir hat die Idee nicht sonderlich gefallen. Auch die Sache mit dem Anfall auf Finn und dessen daraus resultierende Erniedrigung war mir etwas zu viel des Gutes. Dennoch muss ich sagen, dass es sehr gut gespielt war.

Hauptdarsteller Anton Yelchin (Alpha Dog) war der perfekte Gegensatz zu seiner Mutter und handelte in vielen Teilen des Filmes erwachsener als sie.
Diane Lane (Untraceable) war als drogenabhängige Mutter, die nichts auf die Reihe bekommt, einfach nur herrlich mit anzusehen.
Kristen Stewart (Camp X-Ray) könnte zwei Stunden einfach nur dasitzen und nichts tun,- ich würde es gutheißen, da ich sie sehr gerne sehe. Als Maya war sie tough und zerbrechlich zugleich, was man im Verlauf des Filmes sehr gut gezeigt hat.
Elizabeth Perkins, die übrigens schon in Speak die Filmmutter von Kristen Stewart gespielt hat, konnte als betüdelte High Society Schickse richtig überzeugen und sorgte für so manchen Lacher.
Chris Evans war, nunja,… Chris Evans. Die Rolle hier entspricht in etwa denen in den Fanta 4 Filmen. Er macht permanent einen auf dicke Hose und Angeber.

Donald Sutherland war herrlich erfrischend als Mr. Osborne und durchaus die perfekte Wahl für diesen Character. Zudem hat er fast noch besser mit Diane Lane harmoniert als Anton Yelchin.

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Fazit:
Fierce People ist teils amüsant, behandelt aber auch das Thema Neid und zeigt, zu was Menschen fähig sind, wenn sie ihre Position in Gefahr sehen. Der Film vermittelt, dass nicht nur wir eine Gruppe beeinflussen können, sondern die Menschen darin uns ebenso. Oder so.
Ich würde ihn knapp über Mittelmaß einordnen, da er doch so manches Schmunzeln hervor rufen konnte.

 

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