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    • Kinostart:

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Regisseur: April Mullen
Drehbuch: Tim Doiron, April Mullen
Darsteller: Katharine Isabelle, Christopher Lloyd, Kyle Schmid
Land: Kanada
Jahr: 2015
Genre: Action, Thriller
Laufzeit: ca. 88 Minuten

Darum geht’s:
Gwen sitzt in einem Diner. Sie hat keine Ahnung, wie sie dort gelandet ist. Einzig durch Flashbacks, die sie regelmäßig bekommt, wird ihr die bittere Wahrheit klar. Ihr freund wurde eiskalt erschossen. Willig, den Killer zu finden, begibt sie sich auf die Suche und muss dabei der harten Realität in die Augen blicken.

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Meinung:
Katherine Isabelle (Hannibal) als orientierungslose Gwen aka Flamingo, die den Tod ihres Lovers Kyle Schmid (Lost Girl) rächen will und am Ende einer schier unfassbaren Tatsache gegenüber steht, hat den Spagat zwischen den zwei Zeitlinien zwar gut geschafft, aber mir war es eine Spur zu abgedreht. Ich stehe zwar auf etwas durchgeknallte Filme, aber dann schau ich mir lieber zum zehnten Mal Crank oder Everly an.

Der Charakter von Flamingo ist einfach zu bescheuert, als das man ihn sympathisch finden kann. Schon allein die Aktion im Tankstellenladen war hirnrissig. Ich weiß zudem nicht, was diese Milchgeschichte die ganze Zeit sollte. Ich trinke hin- und wieder auch mal ein Glas Milch, aber nicht mit so einer Passion! Auf der einen Seite ist sie ein seelisches Wrack, dass verängstigt versucht die fehlenden Augenblicke in ihrem Kopf nachzukonstruieren und auf der anderen ist sie eine verruchte, eiskalte Mörderin. Getrennt wurde es für den Zuschauer mit reichlich Haargel, damit er nicht durcheinander kommt. Naja,… Bei mir hat’s nicht funktioniert.

Der Film hat zwei Timelines. Sobald man jedoch bei der einen Geschichte ist, hat man das vorherig gesehene schon wieder vergessen. Daher wird immer noch ein Minirückblick gegeben,- was den Film allerdings länger macht, als er sollte,…! Ich habe schon sehr früh das Interesse verloren und ihn nur noch nebenbei laufen lassen.

Regisseurin April Mullen und Drehbuchschreiber Tim Doiron spielen eben mal selber in dem Streifen mit. Letzterer ist dabei mit seiner Art super nervig.

Christopher Lloyd (Sin City 2), besser bekannt als der verrückte Professor aus Zurück in die Zukunft, mimt hier den eiskalten Oberboss, der auf den Versen von Flamingo ist. Wirklich überzeugend fand ich seine Darbietung allerdings nicht. Und von Michael Ironside (Hardwired) bin ich auch besseres gewohnt.

Die abgedrehte Musik setzt dem ganzen noch die Krone auf. Außerdem hat dieses Gepiepse, wenn etwas tragisches passiert, einfach nur genervt,- auch weil der Ton so penetrant lang anhielt.
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Fazit:
Eine konfuse Geschichte um Liebe und Rache, die in der Umsetzung kläglich gescheitert ist.

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