Eureka

    • Kinostart:

Japan 2000
Regisseur: Shinji Aoyama
Cinematograph: Masaki Tamra
DarstellerInnen: Koji Yakusho, Aoi Miyazaki, Masaru Miyazaki, Yohichiroh Saito


Story:

In einer Japanischen Kleinstadt wird ein Bus entführt und die Benutzer als Geiseln genommen. Der Bus wird von der Polizei gestürmt. Überlebende des Dramas sind der Busfahrer Sawai Makoto und die Geschwister Kozue und Naoki.
Makoto, der von Schuldgefühlen geplagt wird, flüchtet aus der Stadt und von seiner Familie. Als er zwei Jahre später zurückkehrt, findet er Kozue und Naoki verwaist und traumatisiert – beide haben aufgehört zu sprechen – vor. Er beginnt sich, um die beiden Kinder zu kümmern.
Als Makoto in Besitz eines Busses gerät, begeben sich er, die Kinder, sowie deren Cousin Akihiko auf eine Reise quer durch Japan, auf der sie gezwungen werden, sich den Ereignissen der Vergangenheit zu stellen.


Kommentar:

Eureka ist ein zutiefst humanistischer Film, der einerseits einfühlsam beschreibt, wie Menschen mit einem Trauma umgehen und wie und ob sich diese verarbeiten lassen. Andereseits beschreibt er aber auch ausführlich die äussere Reaktion: Die Reaktion der Nichtbetroffenen auf die durch das Erleben einer Ausnahmesituation Traumatisierten; Das Misstrauen, das auch den Opfern entgegenschlägt und sie erneut zu Opfern gemacht.

Der Film ist schwarzweiß gehalten, was ihm, meiner Meinung nach, eine eigene Atmosphäre, fast schon etwas poetisches verleiht.
Wie die meisten japanischen Dramen ist der Film sehr ruhig. Die Kamera verweilt auch über längere Zeiträume bei der gleichen Einstellung.
Die Schaupieler spielten ihre Rollen sehr überzeugend, allen voran Aoi Miyazaki, die Darstellerin der kleinen Kozue, die es in der Zwischenzeit in Japan zu einem recht hohen Bekanntheitsgrad gebracht hat.‘

Schwachpunkt des Films ist wahrscheinlich seine Länge. Er geht ca. 3 1/2 Stunden. Für einen Film, der ein doch recht schwieriges Thema behandelt und dabei langsam und in Schwarz-weiß vorgeht, ist das eine lange Zeit! Man muß als Zuschauer einiges an Geduld aufbringen können.


Fazit:

Um ehrlich zu sein, habe ich es schon als ein wenig anstrengend empfunden, den Film anzuschauen, obwohl ich ruhige Filme eigentlich gewohnt bin. Bereut habe ich aber trotzdem keine einzige Minute!!! Vom inhaltlichen und ästhetischen Gesichtspunkt ist er eine Perle!

 

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