The Quiet

    • Kinostart:

Regisseur: Jamie Babbit
Drehbuch: Abdi Nazemian, Micah Schraft
Darsteller: Elisha Cuthbert, Camilla Belle, Martin Donovan
Jahr: 2006
Genre: Drama
Land: USA
Laufzeit: ca. 96 Minuten

 

Darum geht’s:
Die taubstumme Dot wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Patentante aufgenommen. Doch statt eines glücklichen Zuhauses erwartet sie ein zerrüttetes Familienbild. Die Mutter ist Tablettenabhängig und der Vater hat ein Verhältnis mit seiner Tochter. Trost sucht Dot im Pianospiel, was sie merkwürdigerweise hervorragend beherrscht. Schulschwarm Connor beginnt sich in sie verlieben und erzählt ihr so manch privates Detail über seine Fantasien. Doch was viel wichtiger ist, ihre Stiefschwester Nina beichtet ihr, dass sie ihren Vater ermorden will, was Dot letztendlich vor die Wahl stellt ihre Tarnung aufrecht zu erhalten, oder fallen zu lassen.

Meinung:
Vom Cover ausgehend bin ich zuerst von einem Film mit Kate Beckinsale (oben) und Nicole Kidman (unten) ausgegangen und war doch etwas überrascht, das zwei ganz andere Schauspielerinnen die Hauptrolle spielen…

Anfangs hielt ich Dot für eine taube Nuss und nicht gerade charismatisch in ihrer Rolle. Doch nachdem ihr wahres Gesicht zufällig von ihrer Stiefschwester Nina enthüllt worden ist, fing der Film an, richtig spannend zu werden. Es ist doch amüsant zu sehen, was Menschen einem alles anvertrauen, wenn sie denken, man kann sie nicht hören und was noch viel wichtiger ist: wenn sie sich sicher sind, dass man es nicht weitersagen wird.
Camilla Belle war rückblickend die richtige Wahl für diese Rolle, auch wenn die zuerst an Thora Birch (American Beauty) gehen sollte.
Elisha Cuthbert (Captivity) ist auch sehr gut gewählt, denn sie kann sehr verrucht sein, was ihr Schauspiel allerdings nicht mindert. Zusammen sind die beiden zwar nicht, wie die Schwestern aus Ginger Snaps, stehen sich aber nach anfänglichen Schwierigkeiten doch relativ nahe.
Doch die beste Performance hat Edie Falco als zugedröhnte Mutter gemacht. Sie war so überzeugend, dass man wirklich meinen könnte, sie wäre während des gesamten Filmdrehs auf Drogen gewesen.
„Iceman“ Shawn Ashmore (X Men) als pubertierender Schönling spielte zwar eher eine Nebenrolle, passte aber dennoch gut in die Geschichte.

Am besten fand ich die Konsequenzen, denen sich Dot stellen mußte, als ihr Geheimnis gelüftet wurde, aber darüber möchte ich nicht mehr erzählen, denn sonst erzielt der Film seine Wirkung nicht mehr so ganz.
Was ich auch gutheiße, ist das Tabu Inzest welches der Film behandelt und das somit kein Thema ist, welches schon zig mal verfilmt wurden ist.

 

Fazit:
Wenn man das etwas unglückliche Ende einmal außer Acht lässt, ist The Quiet ist ein richtig gutes Drama und daher sehr empfehlenswert.

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