I spit on your Grave 2

    • Kinostart:

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Regisseur: Steven R. Monroe
Drehbuch: Neil Elman, Thomas Fenton
Filmvorlage:
Day of the Woman 1978
Darsteller: Jemma Dallender, Joe Absolom, Yavor Baharov
Land: USA
Jahr: 2013
Genre: Krimi, Drama, Thriller
Laufzeit: ca. 106 Minuten

„Die Rache ist mein.“

Darum geht’s:
Katie möchte ein erfolgreiches Model werden und nimmt daher den Tipp einer Freundin wahr, sich von einem befreundeten Fotografen ablichten zu lassen. Dieser möchte sie jedoch freizügiger sehen. Katie gibt ihm einen Korb und geht unverrichteter Dinge wieder von dannen. Doch der Bruder des Fotografen hat einen Narren an ihr gefressen und besucht sie kurzerhand zuhause, um sie sich willig zu machen. Dabei kommt ihr Nachbar zu Tote, der ihr helfen wollte. Als Katie wieder erwacht, findet sie sich in Bulgarien wieder und wird fortan an Freier verkauft. Doch sie kann sich befreien und beginnt einen Rachefeldzug um sich an ihren Peinigern zu rächen.

2

Meinung:
Kennt man den ersten Teil, weiß man genau, was einem in Ich spuck auf dein Grab 2 erwartet. Rape-and-Revenge-Film der zweite, nach dem klassischen Muster: Vergewaltigung + Folter, Rache des Opfers. Was jedenfalls im Vorgänger nicht ganz so explizit gezeigt wurde, wird hier auf die Spitze getrieben. Ich meine, jeder kapiert, was da gerade vor sich geht. Da muss man nicht fünf Minuten volle Kanne darauf halten,…!

Was mir schon zu Beginn auffiel waren die tristen Farben. Es war verregnet und trüb und erinnerte in gewisser Weise an Hostel,- was diesen osteuropäischen Touch angeht.

Frage:
Wie kommt man eigentlich von den Vereinigten Staaten nach Bulgarien, ohne das es jemanden auffällt? Da rühmt sich Amerika doch so mit seinen Sicherheitsbestimmungen und dann flutscht da ein ohnmächtiges Mädchen einfach so durchs System? Großer Logikfehler, wenn man mich fragt.

Hauptdarstellerin Jemma Dallender ist jetzt auch nicht gerade der ultimative Sympathiebolzen gewesen. Außerdem frage ich mich, wie sie es geschafft hat, einen zentnerschweren Typen in die Kanalisation zu schleppen und auf einen Tisch zu wuchten, bevor sie ihn elektrisiert, wenn sie doch selber so zerbrechlich ist, so dass man sie hinter einem dünnen Baumstamm nicht sehen würde.

Dann:
Den einen Typen bindet sie fest (mir ist ein Rätsel, wie er sich nicht befreien konnte) und lässt seine Unterhose an. Da dachte ich mir: Sieh an, die Macher gehen doch nicht allzu weit. Irgendwo scheint doch eine Schamgrenze zu sein. Doch einige Zeit später kommt ein Schraubstock an den Kronjuwelen des anderen zum Einsatz. Und da wird wieder volle Kanone drauf gehalten, bis die Dinger dann irgendwie nicht mehr an ihrem Platz sind,… Hallo??? Auch das hätte man gut und gerne dem Kopfkino überlassen können! Weniger ist oft mehr.

Außerdem wird hier mehr auf den Ekelfaktor gesetzt. So werden z.B. Köpfe Nerdmäßig in Toiletten getaucht, die – sagen wir – mal wieder einer Grundreinigung bedürfen würden.

Zu den überflüssigen und somit nervigen Charakteren gehört der Priester. Den hätte man gut und gerne raus schneiden können. Gleiches gilt für den Begriffsstutzigen Polizisten.

I spit on your Grave 2 ist wahre Blutrache. Da wird nicht gleiches mit gleichem vergolten, sondern noch eine Spur weiter gegangen. Erst richtig schön quälen und dann töten. Es sei dem Opfer ja vergönnt, Rache zu üben, aber in diesem übertriebenem Ausmaß? Da muss selber schon was nicht im Oberstübchen stimmen, wenn man sich dann noch gezielt Foltermethoden ausdenkt. Ich persönlich hätte einfach die Hayley „Hard Candy“ Stark Variante vollzogen und gut.

Die Darsteller waren nicht gerade das gelbe vom Ei und die Synchro auch wenig überzeugend.

In weiteren Rollen sind u.a. George Zlatarev (War, Inc.), Kacey Barnfield (Resident Evil – Afterlife) und Yavor Baharov (The Legend of Hercules) zu sehen.

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Fazit:
Folter-di Polter Thriller, der über die Grenzen des guten Geschmacks weit hinausgeht.

Darsteller:

Regie:

Länder:

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